Moderner Staubsauger

Staubsauger-Varianten

Für den Hausgebrauch gibt es eine Reihe von Varianten, die verständlicherweise ihre Vor- und Nachteile haben. Sie sollen im folgenden beschrieben werden:

Bodenstaubsauger

Das weitaus größte Angebot an Staubsaugern stellen die Bodengeräte dar. Dabei ist die Gehäuseeinheit auf Räder aufgesetzt und läuft dem Staubsaugenden hinterher, wenn dieser die Schlauch-/Rohr-/Bürsteneinheit bedient. Diese kommt vorne aus dem Gerät heraus, besteht meist zuerst aus einem etwa ein bis eineinhalb Meter langen, flexiblen Schlauch, an dessen Ende ein Handgriff und ein kurzes Rohr angebracht sind. An dieses kurze Rohr können dann unterschiedliche Aufsätze angebracht werden. Um eine bequeme Haltung beim Saugen zu ermöglichen, wird häufig zuerst ein Verlängerungsrohr aus Kunststoff oder Metall installiert, das bei vielen Geräten aus zwei trennbaren Stücken besteht. An das Ende der Verlängerung werden dann unterschiedliche Bürstenaufsätze gesteckt. Dazu gehören die normale Bodenbürste sowie kleinere Aufsätze zum Beispiel für die Ritzen in Polstermöbeln. Diese kleineren Aufsätze finden bei vielen Staubsaugern in einem Klappfach am Gehäuse Platz.
Einige Hersteller setzen bei den Bodenbürsten auf elektrische Geräte, die mittels Kabelverbindung mit dem Stromkreislauf des Gerätes verbunden sind. Die Bürste im Kopf der Bodenbürste wird dann nicht durch die Rollbewegung über den Boden in Rotation versetzt, sondern elektrisch. Bei allen Bodenbürsten ist es seit vielen Jahren üblich, dass sie für Teppichböden und glatte Böden umgestellt werden können. Bei manchen gibt es Aufsätze und Filter, mit denen man (angeblich) auch effizient Matratzen reinigen kann.

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Handstaubsauger / Rüsselstaubsauger

Der Handstaubsauger ist der Klassiker unter den Haushaltsstaubsaugern, auch wenn sich der Absatz bereits seit mehreren Jahrzehnten reduziert hat. Mittlerweile ist das Angebot wieder etwas größer geworden und zahlreiche für Bodenstaubsauger entwickelte Komfortausstattungen haben sich auch bei diesen Geräten etabliert.
Der Hand- oder Rüsselstaubsauger ist sozusagen das alles in einem vereinende Gerät. Es ähnelt etwas dem Besen. Der Gerätekörper beinhaltet Motor, Filter, Gebläse und Stoffsack (in den der Staubsaugerbeutel eingesetzt wird). Unten ist das Saugrohr zur Aufnahme des Bürstenkopfes oder anderer Aufsätze und oben der Haltegriff angebracht.
Die Vor- und Nachteile beim Vergleich zwischen Handstaubsaugern und Bodenstaubsaugern sind in vielerlei Hinsicht auch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der Handstaubsauger kann zum Beispiel seinen Vorteil als kompaktes Gerät beim Saugen von Treppen ausspielen. Hier muss beim Bodenstaubsauger darauf geachtet werden, dass das Gerät nicht die Treppe herunterfällt. Im üblichen Besenschrank hat der Handstaubsauger oft mehr Platz, als der Bodenstaubsauger, auch wenn viele Hersteller eine Parkstellung ermöglicht haben, bei der das Gerät hochkant gestellt und der Saugschlauch am Gerät befestigt wird. Der Vorteil des Bodenstaubsaugers liegt zum einen in der meist größeren Geräteeinheit (mehr Platz für einen größeren Staubsaugerbeutel, eine stärkere Ausführung von Motor und Gebläse sowie aufwendigere Filtereinheiten). Das Gewicht der Schlauch-Rohr-Kombination ist deutlich geringer als das komplette Handgerät. Die unterschiedlichen Vorteile führen meist dazu, dass immer mehr Haushalte beide Geräte zur Verfügung haben.

Nasssauger bzw. Kesselsauger, Allessauger, Nass-/Trockensauger

Nasssauger bieten sich für den Bereich Keller und Werkstatt an, auch wenn sie grundsätzlich auch über die meisten Funktionen verfügen, die den Haushaltsgeräten entsprechen. Mit den Kesselsaugern können aber auch Flüssigkeiten aufgesaugt werden. Dabei wird dann auf die Verwendung eines Staubsaugerbeutels verzichtet, der Motor wird durch eine Filterkartusche geschützt. Werden sie ausschließlich als Trockensauger verwendet, kann auch ein Beutel installiert werden. Als normale Haushaltsgeräte sind sie aus mehreren Gründen eher nicht geeignet. Sie sind meist deutlich größer und unhandlicher, das Kesselvolumen beträgt schon mal 40 und mehr Liter. Sie sind lauter, da das Gehäuse weniger isoliert ist. Darüber hinaus verursacht das Aufsaugen von Flüssigkeiten in der Regel auch eine Verschmutzung des Gerätes. Vorrangig die Rollen können so verdrecken und damit den Schmutz auf Teppichböden transportieren. Allessauger sind kein Ersatz für Wasserpumpen, wenn etwa nach einem starken Regenguss der Keller voller Wasser gelaufen ist. Allerhöchstens lassen sich nach einem solchen Schaden, wenn der größte Teil des Regenwassers abgepumpt oder abgelaufen ist, kleinere Restbestände an Feuchtigkeit aufsaugen. Allessauger sind allerdings in der Regel befähigt, nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch gröberen Dreck aufzunehmen.

Akkusauger bzw. Tischsauger

Akkusauger / HandsaugerDiese auch manchmal fälschlicherweise als Handstaubsauger (wenn, dann schon eher Handsauger) bezeichneten Kleingeräte dienen dem Aufsaugen von Krümeln auf dem Tisch und Ähnlichem. Ihre Kapazität beträgt oft weniger als einen halben Liter Inhalt des Staubsaugerbeutels. Die Geräte werden meist als Akkusauger konzipiert. Die mitgelieferte Ladestation ermöglicht, dass der Tischsauger griffbereit und schnell zur Hand ist.

Nasssauger mit Hochdruckreiniger/Dampfreiniger

Bei diesen Geräten bewegt man sich schon im angrenzenden Bereich zur professionellen Reinigung. Sie sind vorrangig geeignet für glatte Flächen wie Fliesen und können auch festsitzenden, groben Dreck bewältigen. Einige Geräte besitzen auch mehrere Funktionen. So kann der Dreck wahlweise mit Kaltwasser, Warmwasser, Heißwasser, Wasserdampf oder per Hochdruck versprühtem Wasser aufgeweicht werden und - in einem Reinigungsvorgang - abgesaugt werden. Für die Reinigungsflüssigkeit ist am Gerät ein Behälter angebracht, der auch spezielle Reiniger zur Flüssigkeit zuführen kann. Die Düse, durch die das Wasser oder der Wasserdampf gesprüht bzw. gespritzt wird, sitzt dabei direkt unter dem Bürstenkopf am Ende des Staubsaugerschlauchs. Bei optimalen Bedingungen sprüht man den Dreck ein und saugt ihn gleichzeitig auf. Dabei verbleibt eine minimale Restfeuchtigkeit auf dem Boden. Für Teppichböden ist diese Technik eher nicht geeignet. Auch als Ersatz für den gewöhnlichen Haushaltsstaubsauger erscheint dieses Kombigerät eher ungeeignet, da es schwerer, unhandlicher und komplizierter in der Bedienung ist.

Laubsauger

Laubsauger dienen dem Zweck, Laub aufzusaugen statt wegzuharken. Für diesen Außeneinsatz sind sie entsprechend konzipiert. Oft werden sie nicht mit einem Elektromotor, sondern mit einem kleinen Verbrennungsmotor betrieben. Einige Modelle sind von der Form her einem Rucksack ähnlich, weswegen man sie bequem auf dem Rücken tragen kann. Je nach Leistungsfähigkeit können Laubsauger in kleineren Gärten sinnvoll sein. Liegt zum Beispiel viel Laub auf den Blumen, so ist das Absaugen für manche Pflanzen weniger kritisch, als der Umgang mit der Laubharke. Der Laubsauger erspart dann das ständige Bücken. Für größere Flächen bieten sich meist entsprechende Aufsätze für Rasentrecker an.

Staubsaugerroboter

Wie auch beim Rasenmähen, so sorgt auch beim Staubsaugen der Roboter für Furore. Diese Geräte fahren sensor- und programmgesteuert automatisch eine Fläche ab und suchen auch selbständig den Rückweg zur Ladestation, wenn die Energie nachlässt. Der Bequemlichkeit entgegen steht, dass entweder noch Nacharbeit notwendig ist oder man die Gestaltung der Wohnung auf den Roboter ausrichten muss. Eine spannende Sache, nicht nur für den technikbegeisterten Mann ist so ein Staubsauger Roboter allemal.







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